Weihnachten in Griechenland
Weihnachten ist in Griechenland nicht wie in Deutschland.
Info: wie wird Weihnachten in Griechenland gefeiert, zum anhören.
Kala Christouyenna!
Am 25 Dezember feiern die Orthodoxen Griechen Weihnachten.
An Heilig Abend gehen die Kinder von Tür zu Tür und singen die weihnachtlichen "Kalanta" ein Weihnachtslied zur Ankündigung der Geburt Christi.
Am Heiligen Abendsind die Tische mit Nüssen, Mandeln, Rosinen und getrockneten Feigen gedeckt,denn am 24. Dezember wird noch gefastet. 40 Tage vor Weihnachten wird, wie auchan Ostern, Fleischlos und Milch los gefastet.
Der Höhepunkt des Weihnachtsfestes ist nicht wie in Deutschland der 24. / 25. 12., sondern der 1. Januar! Am 24. 12. gibt es keine Geschenke, sondern die Menschen gehen Heiligabend in die Mitternachtsmesse und freuen sich auf das nach Mitternachtesen, das nach Regionen unterschiedlich sein kann.
Zur Weihnachtszeit wird auch das Hausschwein geschlachtet, das über das ganze Jahrgemästet worden ist.
Griechenland ist ein warmes Land, wo es kaum Tannen gibt, stattdessen werden Zypressen geschmückt.
Eine alteTradition auf Inseln und Küsten ist es, an Weihnachten kleine Schiffe zuschmücken.
Viele kaufen sich Plastiktannen, die sie auch jedes Jahr wieder verwenden.
Der 25. Dezember ist der Tag des Weihnachtsfestes, an dem man sich besuchen geht. Dann gibt es oft üppiges Essen und süßes Gebäck.
Als Weihnachtsgebäck gibt es die "Melomakarona" (dunkelbraunes Honiggebäkin Sirup getaucht und mit gehachten Nüssen oder Mandeln bestreut) und die"Kourambiedes" (Teegebäck mit gehackten Nüssen. Mit Puderzucker bestreut)
Um die Kobolde abzuschrecken machen die Griechen ab dem 24. Dezember 12 Nächtelang Weihnachtsfeuer. Sonst kommen die boshaften „Kalikanzari“ durch den Kamin,löschen das Feuer, machen die Milch sauer, vermanschen alles Essen, zerdrückenden Kuchen und binden den Pferden die Schwänze aneinander.
Alles was schief geht, wird in dieser Zeit ihnen in die Schuhe geschoben. Die Kalikanzari sind von Mitternacht bis zum Morgengrauen (Hahnenschrei) aktiv. Umden Kindern beizubringen, dass sie artig sein sollen, erzählen die Eltern ihrenKindern, dass sie sonst zur Strafe die Kalikanzari wegschleppen.
Am 1. Januar ziehen die Kinder von Haus zu Haus und singen Lobgesänge („Kalanta“). Dabei haben sie als Schmuck einen Papierstern und manchmal ein Papierschiff bei sich. Dafür bekommen sie etwas Geld, Süßigkeiten oder Obst(Apfel, Orange).
Es ist üblich,dass die Kinder einen grünen Zweig von einem Kirschbaum dabei haben. Um den Familienmitgliedern Glück zu wünschen, streichen sie mit dem Zweig auf deren Schultern. Der 1. Januar ist der Namenstag des heiligen Vassilios, auchBasilius genannt. Er war Bischof in Kleinasien.
Die Griechen glauben das Basilius am 1. Januar auf die Erde kommt und jedes Haus besucht.Deshalb putzen sie ihre Häuser blitzblank und decken den Esstisch reichlich.
Die Griechen haben einen besonderen Brauch. Sie backen eine Goldmünze in ihren Kuchen aus Hefeteig („Vassilopitta“) ein. Wer die Goldmünze findet, hat das ganze JahrGlück.
Das erste Stückdes Kuchens wird Vassilios geweiht, das nächste Stück ist für das Haus, dannfolgen Stücke für jedes Familienmitglied und das letzte große Kuchenstück istfür die Armen.
Der heiligeVassilios, hatte seinen Mitmenschen in schwieriger Kriegszeit geraten, allihren Schmuck und alle Wertsachen in Brote einzubacken, um sie so vor den feindlichen Plünderern zu retten. Der Trick gelang - die wertvolle Habe wargerettet.
OSTERN IN GRIECHENLAND
KALOPASHA, (frohe Ostern)
Das wichtigste Kirchenfest der griechischorthodoxen Kirche wird nach dem julianischen Kalender berechnet.Meist ist es Wochen nach unserem Osterfest. Der Sonntag nach dem Vollmond,welcher jeweils nach dem 3. April ist. Oder anders gesagt Frühlingsanfang istam 21.März, Ostern folgt nach dem erstaen Vollmond nach Frühlingsanfang. Osternliegt immer zwischen 22.März und 25.April (einschliesslich diese Daten)
Ostertermine: Ostersonntag in Griechenland(vergleichsweise das Datum in Deutschland)
- 2007: 8.April (8.4.)
- 2008: 27.April (23.4.)
- 2009: 19.April (12.4.)
- 2010: 4.April (4.4.)
- 2011: 24.April (24.4.)
- 2012: 15.April (8.4.)
Wie in Deutschland geht dem Osterfest eine 40 tägigeFastenzeit voraus.
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Gründonnerstag:
An diesem Tag werden die Eier traditionell rotgefärbt. Gegessen werden sie allerdings erst am Samstag zum Kirchgang.
die Tradition, Eier zu färben ist uralt.Archeologen fanden in Europa rote Eier als Grabbeigaben, die aus dem 5.Jahrhundert vor Christus stammen.
Ostern als Symbol des Frühlings, desneuerwachenden Lebens und der Fruchtbarkeit. Rot galt als Farbe des Lebens undEier ein Zeichen der Wiedergeburt.
So bäckt man in Griechenland auch ein Osterbrot,geschmückt mit roten Eiern.
Als Farbe nimmt man Malventee
oder
den Saft von Randen ( Rote Bete) gemischt mitEssig.
Ein weiterer Tipp zum Eierfärben: In Essiggewaschene Eier nehmen die Farbe besser an, weisse mehr als braune.
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Karfreitag:
Griechen ernähren sich an diesem Tag von Gemüse,das heisst Gurken, Tomaten und Wein.
( Für Touristen wird jedoch in den Tavernen ganznormal serviert).
Am Abendfinden Prozessionen mit Kerzen zurBeerdigung von Jesus statt.
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Ostersamstag :
Es kann pasieren das am Samstag Abend allePensions- und Tavernenbesitzer in ihre Wohnorte zurückziehen, um am abendlichenGottesdienst teilzunehmen. Einige Orte wirken fast gespenstisch und sehrstill. Das Leben findet anderswo statt. Doch wird das heute seltenvorkommen, da das Geschäft mit den Touristen vorrang hat.
Für viele ist ein Klosterbesuch mit Übernachtungüblich oder der Gang in der Kirche bei Weihrauch, Gebet und Gesang zuverbringen.
Die Kloster sind offen für jeden Besucher werdeneinem die Ikonen der Kapelle ausführlich erklärt und anschliessend wird kaumeiner den angebotenen "selbsgebranten" oder Kaffeeausschlagen. Nur um Mitternacht verlässt jeder die Kirche, um mit seinerKerze einmal um die Kirche zu marschieren (bei kleine Gemeinden).
Der Kirchgang am Abend des Ostersamstags gehört zuden Ostertraditionen. Die roten Eier werden getütscht, man versöhnt undverzeiht sich mit einen "Kuss der Liebe", wie es in Griechenlandheisst, umarmt sich und der eine sagt "CHRISTOS ANESTI" (Christus istauferstanden) und der andere antwortet "ALITHOS ANESTI" (er istwarhaft auferstanden) und wünscht sich Glück. Dann trägt jeder sein Kerzenlichtnach Hause. Wenn mans bis dahin schafft, ohne dass die Kerze auslöscht,verheisst dies besonderes Glück.
Danach wird eine spezielle Suppe gegessen.
Die Suppe hatte früher den Sinn, den Magen wiederan Fleischgenuss zu gewöhnen.
Feuerwerk gehört zum Ostersamstag wie andernortsam Silvester.
KALO PASHA
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